Mittwoch, 19. November 2014

Gekocht Nr. 2: Kohlrouladen (vegetarisch)


Ich war lange Zeit ein großer Fan aller möglichen Hackfleischgerichte. Da ich aber seit längerer Zeit meinen Fleischkonsum der Umwelt zuliebe etwas einschränke, habe ich viele “Hackfleisch-Alternativen” ausprobiert. Die mit Abstand beste Alternative habe ich in Sojaschnetzel gefunden.

Deshalb kommt heute ein Rezept, in dem die Sojaschnetzel die Hauptrolle spielen (: .

Zutaten:
1 Wirsing (davon 10 Blätter)
1 Packung Sojaschnetzel (150 g)
400 ml Gemüsebrühe
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Ei
1 EL Semmelbrösel oder 1 eingeweichtes Toastbrot
2 TL Senf
Salz
Pfeffer
Kreuzkümmel (Cumin)

Die Sojaschnetzel in der Gemüsebrühe aufkochen und 10 Minuten lang quellen lassen. Zur gleichen Zeit 10 Blätter des Wirsing abpflücken und in Salzwasser 10 Minuten lang blanchieren. Nach 10 Minuten die Sojaschnetzel und die Wirsingblätter abtropfen lassen (das Wirsingwasser aufheben). Die Zwiebeln währenddessen klein hacken, den Knoblauch pressen und beides in eine Schüssel geben. Ca. 1/2 TL Kreuzkümmel, 1 Ei, 2 TL Senf und die Semmelbrösel dazugeben. Nachdem die Sojaschnetzel abgetropft sind werden diese dazugegeben. Wer möchte kann noch Paprikapulver oder Petersilie dazugeben. Diese Masse nun mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Danach die Wirsingblätter nacheinander ausbreiten und mit der Masse füllen, zusammenrollen und mit Rouladennadeln oder Zahnstochern feststecken. Die fertigen Rouladen nun in ausreichend Öl anbraten,bis sie Farbe bekommen. Danach mit dem Wirsingwasser aufgießen, sodass die Rouladen zur Hälfte bedeckt sind und bei geschlossenem Deckel 30 Minuten kochen lassen. Danach sollte ohne Deckel das Wirsingwasser etwas einkochen. Wenn das Wasser eingekocht ist die Rouladen rausnehmen und den Sud mit weiterem Wirsingwasser oder Gemüsebrühe aufgießen und abschmecken. Bei Bedarf die Soße mit in Wasser eingerührtem Mehl andicken.
Um die Rouladen etwas herzhafter zu machen können die Sojaschnetzel nach dem Aufquellen mit der Zwiebel und dem Knoblauch angebraten werden, bis sie Farbe bekommen. Danach mit den restlichen Zutaten für die Füllmasse mischen. Dieser Bratensud kann später auch für die Soße genutzt werden.
Wer möchte kann die Soße auch mit Tomatenmark und Paprikapulver abschmecken. Und die nicht vegetarische Version kann natürlich mit Hackfleisch zubereitet werden.
Dazu gab es bei mir Salzkartoffeln.

Das Interessante an diesem Rezept sind die Sojaschnetzel. Diese gibt es u.a. bei dm, Rossmann, aber auch bei vielen Supermärkten. Ich bin sehr begeistert davon, denn ich finde, dass sie sich optimal als Hackfleischersatz eignen. Gerade bei Gerichten wie Bolognese oder Aufläufen (wo das Hackfleisch von dem Geschmack der Soße dominiert wird) schmecke ich kaum einen bis gar keinen Unterschied. Man muss die Sojaschnetzel allerdings sehr gut würzen bzw. ordentlich anbraten.


Habt ihr Sojaschnetzel schon mal probiert? Wie sind eure Erfahrungen damit? Und seid ihr Fleisch- oder Gemüse-Esser x) ?

Kommentare:

  1. Soja-Schnetzel! In der Tat eine überraschend gute Alternative! Habe schon viel damit gekocht. Aber wie witzig, dass ich als Vegan-Neuling hier ein Rezept erhasche :D Das Ei durch Sojamehl ersetzen und leckerschmecker ist die Sache, danke! ;)

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    1. Hallo Anni (: , klappt das gut mit dem Ersetzen von Ei durch Sojamehl? Ich frage mich immer, was es so für Ei-Alternativen gibt... Bitte (:

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