Dienstag, 10. März 2020

Minimalismus + Zero Waste | Haarbande


Das Märzthema der Haarbande trifft bei mir genau ins Schwarze und so freue ich mich sehr auf den heutigen Beitrag. Die Themen Minimalismus und Zero Waste beschäftigen mich nun bereits seit einigen Jahren. Den Stein ins Rollen brachte damals vermutlich das Buch Magic Cleaning von Marie Kondo, das ich 2014 gelesen habe. Nach und nach begann ich, etwas bewusster zu konsumieren, was aber definitiv ein Prozess war. Grundsätzlich war ich aber noch nie ein „Sammler“, sodass ich mich mit dem Minimalismus ganz gut identifizieren kann, ohne mich selbst allerdings einen Minimalisten zu nennen. 2017 kam dann zusätzlich das Interesse am Thema Zero Waste hinzu, das ich zwar bisher nicht in allen Lebensbereichen, aber definitiv bei der Gesichts-, Körper- und Haarpflege umsetze. Heute soll es nun um Minimalismus und Zero Waste in der Haarpflege gehen.
Die Beiträge meiner Mitstreiterinnen findet ihr hier auf dem Blog der Haarbande.


MINIMALISMUS | ZERO WASTE

Häufig gehen diese beiden Lebensstile Hand in Hand, da man beim Minimalismus natürlich weniger besitzt bzw. konsumiert und dementsprechend auch weniger Müll produziert und Zero Waste sich am einfachsten umsetzen lässt, wenn man schon mal gar nicht so viel hat, das zu Müll werden kann.

Unter Zero Waste versteht man im Allgemeinen meist nicht die komplette Müllvermeidung, sondern zumindest die Vermeidung von Plastikmüll bzw. die Vermeidung von Müll, der weder biologisch abbaubar ist noch recycelt wird. Ziel ist ein konsequenter Kreislauf unserer Ressourcen, häufig auch Cradle to Cradle genannt.


WATER ONLY = ZERO WASTE

Ihr wisst, ich wasche mir nun bereits seit über 3 Jahren die Haare nach der Water Only Methode, d. h. ich wasche sie nur mit Wasser (kein Shampoo, keine Shampoo-Alternative) und spüle sie anschließend aufgrund unseres kalkhaltigen Wassers mit einer sauren Rinse aus einem kleinen Schuss Apfelessig und Wasser. Das ist wohl fast die minimalistischste Variante der Haarpflege und für mich funktioniert sie einfach nach wie vor super. Damit angefangen habe ich aufgrund meiner trockenen Kopfhaut, die nach dem Waschen immer unangenehm spannte und stark schuppte. Doch auch das Thema Zero Waste beschäftigte mich zum Zeitpunkt meines Umstiegs auf WO und so passte mir dieser positive Nebeneffekt sehr gut in den Kram (: .
Mehr zur Water Only Haarwäsche könnt ihr in meinen ausführlichen Beiträgen dazu lesen, die ich euch unten verlinke.
Bei Water Only kommen als Müll tatsächlich lediglich die Flaschen Apfelessig zusammen, die man zur sauren Rinse nutzt, was bei mir in einem Jahr 2 Flaschen sind. Ich kaufe Apfelessig ausschließlich in Glasflaschen, aber wenn man streng sein möchte ist natürlich der Verschluss aus Kunststoff zu nennen (gibt es bei anderen Marken aber auch aus Aluminium).

Zero Waste Haarpflege

ANDERE ALTERNATIVE (ZERO WASTE) HAARWASCHMETHODEN

Doch auch vor meiner Umstellung auf Water Only habe ich bereits mit alternativen Haarwaschmethoden experimentiert, die ebenfalls Zero Waste gerecht werden können. So habe ich eine ganze Weile Lavaerde zur Haarwäsche genutzt und auch Wilhelm hat sich damit längere Zeit seine Haare gewaschen. Im Gegensatz zu Water Only ist das eine deutlich einfachere Haarwaschmethode, an die man sich schnell gewöhnen kann und die die Haare einfach reinigt. Meinen Bericht zur Lavaerde findet ihr hier, Wilhelms Bericht inkl. Vergleich Lavaerde pur und fertige Waschcreme findet ihr hier. Wir haben damals die Lavaerde von Logona genutzt, ich würde aber heute eher die einer anderen Marke kaufen, da Logona ja mittlerweile zu L’Oréal gehört. Je nach Marke bekommt ihr da sicher auch etwas passendes ganz ohne Kunststoffverpackung.
Ganz ähnlich und allgemein sehr beliebt ist außerdem die Haarwäsche mit Roggenmehl. Auch das habe ich probiert, allerdings nur ein oder zwei Mal. Ich würde sagen, dass Roggenmehl noch etwas pflegender ist als Lavaerde und man bekommt es sehr einfach im Handel und das vollkommen plastikfrei. Kann man definitiv mal ausprobieren (: . Meike vom Blog Durch grüne Augen hat zur Haarwäsche mit Roggenmehl mal einen ausführlichen Beitrag geschrieben.
Wenn ich trotz Water Only mal eine Zwischenwäsche benötige, was etwa alle 6 Monate mal vorkommen kann, dann nutze ich dafür entweder das Amla Haarwaschpulver von Eliah Sahil, das ich euch hier kurz vorgestellt habe und bereits vor Water Only genutzt habe oder die Haarseife Hemp & Peat von Flow. Beide gefallen mir für eine Zwischenwäsche gut, sodass ich sie euch als alternative Haarwaschprodukte empfehlen kann, gerade wenn ihr etwas Schäumendes sucht.
Wilhelm nutzt außerdem sehr gern die Schwarzkümmelöl-Seife von Jislaine zur Haarwäsche, die seiner empfindlichen Kopfhaut gut tut. Ob sie auch bei langem Haar funktioniert kann ich euch aber leider nicht aus erster Hand berichten. Auf jeden Fall würde ich bei langem Haar aber zu einer sauren Rinse raten. Die Schwarzkümmelöl-Seife von Jislaine gefällt Wilhelm übrigens besser als die von Najel, allerdings ist die Seife von Jislaine noch mit einer ganz dünnen Folie umwickelt. Ob diese jetzt in irgendeiner Form biologisch abbaubar ist weiß ich nicht, daher gehe ich mal davon aus, dass es Kunststoff ist und daher nicht für Zero-Wastler geeignet. Die von Najel dagegen ist meines Wissens komplett plastikfrei verpackt.

DIY LEINSAMENGEL = (FAST) ZERO WASTE

Zur Pflege meiner Haare brauche ich tatsächlich nicht viel, da ich eher feines, welliges bis leicht gelocktes Haar habe. Zu viel Pflege beschwert meine Haare und lässt sie platt (und gern auch strähnig) werden. Mein einziges Pflegeprodukt mische ich nach Minimalismus- und Zero-Waste-Manier selbst. Dabei handelt es sich um Leinsamengel, das für strukturiertes Haar sehr gut geeignet ist, um die Haare zu definieren und Frizz in Schach zu halten. Das Rezept dazu habe ich euch in diesem Beitrag beschrieben. Zur Konservierung gebe ich meinem Leinsamengel noch 2 Tropfen ätherisches Rosmarinöl hinzu. Ich fülle mir das Gel immer in eine wiederverwendbare Kunststoffflasche, weil es sich so am einfachsten verwenden lässt. Obwohl komplett selbst gemacht ist mein Leinsamengel streng gesehen nicht wirklich Zero Waste approved, denn meine Leinsamen kommen in einer Kunststoffverpackung. Ich habe sie bisher in normalen Supermärkten auch noch nicht anders gesehen, aber irgendwo bekommt man sie sicher auch in einer Papierverpackung. Da ich die Leinsamen jedoch bis zu 3 Mal wiederverwende und für meine Haare nicht so viel Produkt benötige, hält mir eine Packung ganzer, ungeschroteter Leinsamen eine halbe Ewigkeit. Daher bin ich hier nicht so streng x) .

VERLINKUNGEN ZUM THEMA


Zum Thema Water Only habe ich euch bereits einiges berichtet:

Und wenn euch interessiert, wie viel Kosmetikmüll ich in einem Jahr produziere schaut sehr gern hier auf instagram vorbei. Dort habe ich euch sowohl 2018 als auch 2019 meinen gesamten Jahresmüll abgelichtet.


Interessiert ihr euch ebenfalls für Minimalismus und Zero Waste in der Haarpflege? Falls ja, welche Tipps habt ihr, um diese Themen im Alltag umzusetzen? Und habt ihr euch bereits an alternative Haarwaschmethoden herangetraut?


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